Band 8

Titelbilder

Band 8 über Dümmerlohausen, seine Höfe und Familien, ist diesmal in 2 Volumina erschienen, zusammen ca. 600 Seiten.

Der Doppelband ist über diese Webseite erhältlich, Preis: € 45.

Hier ist ein Zeitungsbericht aus der OV vom 19. Dezember 2015 zu lesen, hier ein Bericht vom 23. Dezember 2015 und hier eine Rezension aus dem Jahrbuch des Oldenburger Münsterlandes 2017.

Auf der Ergänzungsseite werden weitere Informationen und Bilder gezeigt.

 

VORWORT:

Josef Schmutte ist am 12. Juli 2014 im Alter von 92 Jahren gestorben, dankbar für ein langes und erfülltes Leben. Nur sein Buch über Dümmerlohausen hätte er gerne noch fertiggestellt, hatte er sich doch seinem Geburtsort immer sehr verbunden gefühlt. Er kannte dort nahezu jeden und liebte es, nach „Loas“ zu fahren und mit dem einen oder anderen eine Runde zu „schnacken“. Noch drei Monate vor seinem Tod hob er in „Stüben Wiese“ zu einer Ballonfahrt über Dümmerlohausen ab, um Photos für das vorliegende Buch zu machen.

Als vor einigen Jahren der Entschluss fiel, ein Buch über Dümmerlohausen im Rahmen der Buchreihe „Damme in Bildern“ zu verfassen, kam das Sammeln von Photos bei den Familien hinzu; so lernte er auch viele der jüngeren und später zugezogenen „Läusiger“ kennen, was er in seiner geselligen und den Menschen zugewandten Art bis ins hohe Alter als große Bereicherung empfand.

Er legte großen Wert darauf, dass die Photos, mit denen er von seinen Fahrten nach Hause kam, sofort eingescannt wurden, damit er sie noch am selben oder spätestens am nächsten Tag zu den Besitzern zurückbringen konnte, wusste er doch sowohl den Wert gerade der alten Photos als auch das Vertrauen der Menschen, die Originale zur Verfügung zu stellen, zu schätzen.

Neben den „Läusigern“ und ihren Verwandten/Freunden, von denen die meisten Photos stammen, sind v.a. zwei Einzelpersonen zu nennen: Ludger Migowski hat erneut seine Postkartensammlung für uns geöffnet, Willi Rolfes hat in seine Schatzkiste mit Aufnahmen von Vögeln am Dümmer gegriffen. Hinzu kommen Photos aus eigenen Beständen.

Gedankt sei Dr. Alwin Hanschmidt, der einen Nachruf auf Josef Schmutte verfasst und für das vorliegende Buch zur Verfügung gestellt hat. Für Textbeiträge sei auch Andreas Kathe und Wilfried Gerke gedankt.

Wie in den vorangegangenen Bänden der Buchreihe haben einzelne Familienmitglieder „ihr“ jeweiliges Kapitel gegengelesen, so dass eine größtmögliche Zuverlässigkeit der Informationen entstanden ist. Die zahlreichen Stammbäume, die in diesem Buch enthalten sind, wurden mit der Hilfe der Familien sowie mit Hilfe von offiziellen Aufzeichnungen erstellt, wobei als Quellen v.a. die Kirchenbücher, Totenzettel und Eintragungen bei staatlichen Behörden hinzugezogen wurden. Bei lebenden Personen ist aus Datenschutzgründen nur das Geburtsjahr angegeben. Sofern die abgehenden Kinder im Raum Damme geblieben sind, ist oft die nächste und teilweise die übernächste Generation in der jeweiligen Übersicht aufgeführt. Paul Ihorst und Heinrich Kruthaup haben die Mühe auf sich genommen, ungezählte Daten in den Stammbäumen auf ihre Richtigkeit und weitestmögliche Vollständigkeit hin zu überprüfen und gegebenfalls zu ergänzen. Ihnen sei für diese akribische Arbeit ebenso wie für weitere wertvolle Hinweise ein besonderer Dank ausgesprochen. Ein Dank geht zudem an Werner Jost-Enneking, der vermehrt Daten und Photos beigesteuert hat, sowie an Maria Selke geb. Kuhlmann, die sich die Zeit zum Gegenlesen genommen hat.

Der Schwerpunkt liegt, wie der Untertitel schon sagt, auf den Familien und hier auf den alteingesessenen Familien. Der Umfang der Kapitel in Beschreibung und Bebilderung ist selbstverständlich abhängig von den Informationen und dem Bildmaterial, das von den Familien zur Verfügung gestellt wurde. Die so genannten Wochenendgebiete Martinsfeld, Kuhlenkamp und Burdiekskamp wurden nicht aufgenommen, da das den Rahmen dieses Buches gesprengt hätte. Das gilt auch für den Dümmer, der zwar untrennbar mit Dümmerlohausen verbunden ist, dem an dieser Stelle aber nur auf wenigen Seiten Rechnung getragen werden kann. Verwiesen sei hier daher auf das jüngst vom Dümmer-Museum Lembruch veröffentlichte „Kursbuch Dümmer“, das auf 350 Seiten dem See einen angemesseneren Raum bietet (vgl. Literaturverzeichnis). In diesem Zusammenhang sei auch auf das in diesem Jahr veröffentlichte Buch „Unser Naturerbe – Spurensuche im Landkreis Vechta“ des Teams Andreas Kathe/Willi Rolfes hingewiesen, das mit einem eindrucksvollen Text und brillanten Photos den Schwerpunkt auf die Wunder der Natur legt.

Das vorliegende Buch ist in alphabetischer Reihenfolge nach den Familien aufgebaut. Historische Phänomene wie z.B. das Heuerlingswesen, die Auswanderungen, die beiden Weltkriege oder das Schicksal der Flüchtlinge nach dem 2. Welkrieg sind nicht in eigenen Kapiteln behandelt, sondern exemplarisch anhand einzelner Familien aufgenommen.

An den Anfang gesetzt wurde das Gedicht „Ut aule Tiet“, dessen Verfasserin leider namentlich nicht bekannt ist. Für heutige Generationen ist es ja meist nicht mehr nachvollziehbar, was vergangene Generationen an körperlicher Arbeit geleistet haben und auf welchen Mühen, Leiden und Entbehrungen unser heutiger Wohlstand fußt. Das Gedicht vermittelt einen kleinen Eindruck von der Alltagswelt einer „Hausfrau ohne Beruf“.

Ein eigenes Kapitel nimmt die Schule von Dümmerlohausen ein. Hier konnten viele Klassenphotos gesammelt und so für die Nachwelt erhalten werden. In diesen Bereich fallen auch die alten Vereine – der Gesangverein, der Turnverein und der Mandolinenclub  -, die auf Initiative von Lehrern gegründet wurden.

Das Buch ist sehr umfangreich geworden. Damit auch alte Hände es gut halten können, wurden statt einem Buch zwei Teilbände daraus gemacht. Diese sind untrennbar miteinander verbunden, was u.a. daran deutlich wird, dass die Seitennummerierung fortlaufend ist und dass es innerhalb der beiden Bände zahlreiche Querverweise gibt.

Trotz des Umfangs wird manch einer etwas vermissen. Vieles hätte zusätzlich genannt werden können und manches vielleicht auch genannt werden müssen. Die Schwerpunkte wurden subjektiv gesetzt. Entstanden ist ein Buch, das Josef Schmutte gefallen hätte. Ihm ist es gewidmet.

Auf der zum Buch gehörenden Website www.damme-in-bildern.de sind aktuelle Hinweise, Ergänzungen und Korrekturen zu diesem und den anderen Bänden zu finden.

Wir wünschen wie immer viel Freude beim Lesen, Betrachten, Erinnern und Kennenlernen.

Damme, den 25.11.2015

Maria Schmutte und Dr. Christoph Schmutte

Recent Posts